Mit Gießkanne und Schere Gartenpflege im Sommer

Sommerzeit ist Urlaubszeit – und die verbringen immer mehr Menschen am liebsten zu Hause. Laut einer aktuellen Studie der Forschungsgemeinschaft „Urlaub und Reisen", wollen fast 40 Prozent der Deutschen aus verschiedenen Gründen in Zukunft weniger verreisen. Wozu auch in die Ferne schweifen, wenn es sich doch so viel besser in der Heimat urlauben lässt! Vor allem, wenn es die Rückzugsmöglichkeit ins private Gartenparadies gibt, denn nirgends lässt sich so gut entspannen wie unter dem Schatten des eigenen Hausbaums, zwischen sanftem Blätterrauschen und duftenden Blüten oder am Ufer des mit schönen Pflanzen umrahmten Gartenteichs. Für den nötigen Bewegungsausgleich sorgen die fälligen Pflegearbeiten, zu denen vor allem regelmäßiges Gießen, Düngen und der Sommerschnitt zählen. Wem das zuviel Verpflichtung für einen Sommer ist, der kann sich an einen Landschaftsgärtner wenden, der mit Elan und Kompetenz Ordnung im Garten schafft.

Wasser für durstige Fasern

Bei der Sommerpflege des Gartens gilt es einiges zu beachten. Nur richtig dosiertes Gießen versorgt die Pflanzen mit ausreichend Feuchtigkeit – ohne dabei den Boden zu verschlämmen. Oftmals überleben Pflanzen die Sommermonate nur kurz, weil sie zu viel Wasser erhalten und sich Staunässe bildet. Vor allem bei Kübelpflanzen sollte man vorher
prüfen, ob der Zeitpunkt für die nächste Wassergabe gekommen ist. Landschaftsgärtner installieren auf Wunsch automatisch gesteuerte Bewässerungssysteme, die mittels Sensoren die Bodenfeuchte messen und für einen automatischen Wassernachschub sorgen, sobald die Erde zu trocken ist. Grundsätzlich sollte nicht bei praller Sonne gegossen werden: Die Wassertropfen wirken wie ein Brennglas und schädigen die Pflanzen. Außerdem verdunstet ein Großteil des Gießwassers, bevor die Pflanzen es aufnehmen können. Für einen schönen Rasen ist es ratsam, ihn einmal pro Woche für mehrere Stunden mit Wasser zu besprühen. Dabei sollte man den Rasensprenger für mindestens eine Stunde auf einer Stelle stehen lassen, damit das Wasser bis zum Wurzelbereich vordringt. Um
Rhododendron und Azaleen vor dem Austrocknen zu schützen, ist es hilfreich, eine Mulchschicht über den Wurzeln aufzutragen, die die Feuchtigkeit länger im Boden hält.

Eine Portion Pflanzengesundheit, bitte!

Der Sommer ist die ideale Zeit zum Düngen. Erhält der Rasen jetzt Extranährstoffe, verringert sich das Moos- und Kleewachstum. Die Gabe eines kaliumhaltigen Düngers im August oder September steigert die Frosthärte des Rasens im Winter. Werden Rittersporn, Margeriten und Frauenmantel nach dem Rückschnitt mit Dünger versorgt, blühen sie im Herbst noch ein zweites Mal. Wer sich bei Art und Dosierung des Düngers unsicher ist, fragt den Landschaftsgärtner. Um die Blüte von Rosen, Dahlien, Begonien, Cannas, Lavendel und anderen Stauden anzuregen, sollte Verblühtes regelmäßig entfernt werden. Im Sommer gibt man Obstgehölzen, Sträuchern, Hecken und Koniferen den letzten Schnitt vor dem Winter. Vor allem für Heckenpflanzen ist der Sommerschnitt ideal, weil die Triebe dann noch zum Verzweigen angeregt werden und eine kompakte und lückenlose Hecke entsteht. Buchs sollte am besten an einem bedeckten Tag geschnitten werden, weil er nach dem Schnitt besonders empfindlich auf direkte Sonneneinstrahlung reagiert. Allgemein gilt die Faustregel: Wird ein Trieb kräftig eingekürzt, treibt er auch kräftig aus, wird er zaghaft weiter oben geschnitten, ist der Austrieb geringer. Damit der Schnitt glatt und sauber ist und keine
eingerissenen Stellen bleiben, sollten nur wirklich scharfe Schnittwerkzeuge verwendet werden. Am besten überlässt man den Baumschnitt dem Landschaftsgärtner. Er findet nicht nur sicher die richtige Stelle, sondern gewährleistet auch die richtige Wundversorgung und die Entsorgung des anfallenden Schnittmaterials.

Vom Stutzen zum Stützen

Zur Sommerpflege des Gartens gehört auch das regelmäßige Entfernen von Unkräutern, am besten vor dem Aussamen, um den Wildwuchs im Zaum zu halten. Spüren Sie diese auch auf Pfaden und der Terrasse auf! Unterdrückt wird das Unkrautwachstum, wenn Beete eine dicke Schicht Mulchkompost erhalten. Rechtzeitig im Sommer sollten empfindliche Pflanzen angebunden oder gestützt werden, um sie vor dem Umknicken durch Regengüsse und Windböen zu schützen. Auch an die schnell in die Höhe schießenden Dahlien, Gladiolen und Cannas denken! Gut tragende Obstgehölze sollten ebenfalls wegen der Astbruchgefahr abgestützt werden. Denn nur, wenn der Garten im Sommer die nötige Pflege erhält, können Gartenurlauber auch in den kommenden Jahren ihre freien Tage zu Hause in paradiesisch-erholsamer Umgebung verbringen und sie tatsächlich zur schönsten Zeit des ganzen Jahres machen.

News aus dem Verband

  • 29.04. - 24.09.2017: Landesgartenschau Apolda
  • 13.04. - 15.10.2017: IGA Berlin
  • 02.11.2017: GaLaBau-Forum Mittelhessen